20. Erster Kompetenzpfad: sicherer KI-Dokumenten- und Wissensworkflow
Der erste Pfad bildet eine reale, häufige und digital beobachtbare Aufgabe ab: einen sicheren KI-gestützten Dokumenten- und Wissensworkflow in einer sensiblen professionellen Organisation. Der Pfad arbeitet zunächst ausschließlich mit synthetischen oder sauber freigegebenen Daten und vermeidet klinische Entscheidungen.
Beobachtbare Teilkompetenzen
- vorhandene KI-Systeme und tatsächliche Nutzungssituationen im eigenen Arbeitsbereich erkennen;
- Dokumente und Informationen nach Sensibilität, Zweck und zulässiger Verarbeitung klassifizieren;
- zwischen lokaler, organisationsinterner und externer Verarbeitung begründet entscheiden;
- Personenbezug reduzieren, pseudonymisieren oder unzulässige Verarbeitung stoppen;
- ein zugelassenes Werkzeug im definierten Skill- und Policyrahmen einsetzen;
- Ausgaben gegen Quelle, Vollständigkeit und Plausibilität prüfen;
- Halluzinationen, Unsicherheit, Auslassungen und Grenzfälle erkennen;
- menschliche Entscheidung, Änderungen und verwendete Hilfen nachvollziehbar dokumentieren;
- Fehler, Vorfälle und unklare Situationen an die richtige Stelle eskalieren;
- den Workflow in einem Transferfall erneut sicher ausführen.
Lern- und Evidenzablauf
Der vorhandene OCR-/FileMapper-Fall ist als technischer Demonstrator geeignet: Das Original bleibt unverändert; Ableitungen, Hash, UID, Toolversion, Sidecar, Qualität und Review sind nachvollziehbar. Für den Kompetenzpfad werden Datenklassifikation, lokale versus externe Verarbeitung, Quellenprüfung, menschliche Freigabe und Eskalation ergänzt. So wird ein vorhandener technischer Kern zum beobachtbaren Kompetenzfall.
Quellenanker: [B1, Kap. 20], [E1], [E4], [E11]