3. Partnerschaft von Mensch und KI
Die KI steht nicht im Mittelpunkt. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Aufgabe. Mensch und KI sind weder identisch noch automatisch ein gutes Team. Der Mensch bringt Sinn, Verantwortung, Erfahrung, Werte, Priorität, Kontext und die Fähigkeit mit, Betroffenheit zu verstehen. KI kann große Informationsräume erschließen, Varianten bilden, Widersprüche finden, Entwürfe erzeugen, Routinen ausführen und Spuren konsistent dokumentieren.
Die Partnerschaft gelingt nur, wenn Rollen, Grenzen und Übergaben bewusst gestaltet werden. Unser Ansatz lautet deshalb nicht: Die KI entscheidet, der Mensch unterschreibt. Er lautet: Die Aufgabe wird zerlegt; Kompetenzgrenzen werden sichtbar; Quellen, Versionen und Unsicherheiten werden gebunden; passende Teile werden an Mensch, KI oder Dienst delegiert; kritische Übergänge benötigen Review; die gemeinsame Leistung wird als konkrete Konfiguration geprüft.
Damit wird „Marie“ nicht zur unsichtbaren Autorität, sondern zur kenntlichen Partnerin innerhalb eines vereinbarten Handlungsraums. Marie kann analysieren, strukturieren, recherchieren, simulieren, schreiben und prüfen. Claus hält Sinn, Ziel, Priorität, ethische Abwägung und irreversible Freigaben. In bestimmten Aufgaben kann eine andere Rollenverteilung sinnvoll sein; sie muss dann ausdrücklich begründet, getestet und dokumentiert werden.
Quellenanker: [B1, Kap. 3], [P1], [B2]