16. IMWI.club als Kompetenzgemeinschaft
Der Club darf kein Etikett für Zugang und kein Statusverein werden. Er wird zur sozialen Trägerform des Kompetenzsystems: eine Community of Practice, in der Menschen eine gemeinsame Domäne, reale Praxis und regelmäßiges Lernen teilen. Eine solche Gemeinschaft unterscheidet sich von einem bloßen Netzwerk dadurch, dass sie über etwas arbeitet, eine gemeinsame Praxis aufbaut und Kompetenz im Tun weiterentwickelt.
Die Mitgliedschaft eröffnet Wege, Räume, Beziehungen und Unterstützung. Sie verleiht keine Kompetenz. Entwicklungsrollen können flexibel sein: Gast oder Entdecker, Lernender, Anwender, Beitragender, Mentor und Kompetenzpartner. Jede Rolle beschreibt Teilnahme und Verantwortung im jeweiligen Raum; sie ersetzt weder EvidenceSet noch Kompetenzclaim.
| Rolle | Bedeutung |
|---|---|
| Gast / Entdecker | offene Inhalte, Veranstaltungen, Orientierung und erste Selbstchecks. |
| Lernender | persönlicher Kompetenzweg, Übung, Feedback, Mentoring und geschützte Lernspur. |
| Anwender | qualifizierte Evidenzläufe und erste reale Projekte im begrenzten Scope. |
| Beitragender | Fälle, cKards, Erfahrungen und Repair-Vorschläge einbringen. |
| Mentor | andere begleiten, formatives Feedback geben und Reflexion fördern. |
| Kompetenzpartner | eine Domäne mit Pfaden, Organisationen und Qualitätsverantwortung entwickeln. |
Quellenanker: [B1, Kap. 16], [E17]
Brücke zu Band II und Band III
Band II vertieft die Raum-, Rollen-, Schutz- und Agentenarchitektur. Es beschreibt persönliche und gemeinsame Zweck- und Wirkräume, Rollen, Policies, Zugänge, TaskContracts, CapabilityGrants, Agenten, Guardrails, Review und Recovery. Band III vertieft die cKard als portable semantische Grundeinheit und die Lern-cKard als Referenzprofil. Band I bleibt der Nordstern: Es definiert, was Kompetenz, Evidenz, verantwortete Aufgabenübertragung und lebensdienliche Wirkung bedeuten.
Quellenanker: [B2], [B3], [S1-D13]